Shake and Vape – Das Mischen von eigenen E-Liquids

Viele Dampfer sehen im Selber-Mischen ihrer E-Liquids den preislichen Vorteil, der sich im Vergleich zum Kauf eines bereits fertigen, herkömmlichen E-Liquids deutlich unterscheidet. Besonders für Subohm-Dampfer ist das Selbermischen von E-Liquids eine sehr kostengünstige Alternative. Die bereits fertigen E-Liquids, die im Handel in den 10 ml Fläschchen angeboten werden, sind gerade beim Subohm-Dampfen besonders schnell verbraucht.  Beim Selbermischen bietet sich den Dampfern die Möglichkeit, die Stärke, die Konsistenz und die Aromen ihres E-Liquids ganz nach eigenen Wünschen bestimmen zu können und der eigenen Experimentierfreude keine Grenzen zu setzen. So ergibt sich ein viel größerer Spielraum und es können besonders außergewöhnliche Geschmacksrichtungen entstehen, die es im Handel nicht zu kaufen gibt. Da die Shape und Vape Methode immer beliebter wird und immer mehr Dampfer Gefallen am Selbermischen finden, sollte der Fachhandel auch diesen Markt unbedingt bedienen können.

Was benötigt man, um selbst E-Liquid zu mischen?

Die Base

Die Grundlage eines jeden selbstgemischten E-Liquids bildet die Base. Auf dem Markt gibt es zahlreiche Variationen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Die gängigste und weit verbreitetste ist die Basen-Version mit einem Mischungs-Verhältnis von 50 % Propylenglykol (PG) und 50 % pflanzliches Glyzerin (VG), das für jeden Dampfer gut geeignet ist. Erfahrene Dampfer greifen zu anderen Mischungsverhältnissen, um ihrem Liquid den besonderen „Pfiff“ zu verleihen. 

Propylenglykol ist der Hauptgeschmacksträger eines Liquids. In bereits fertigen E-Liquids befindet sich daher ein relativ hoher Anteil davon. So sparen die Hersteller auch die Kosten für teure Aromen. Von einigen Dampfern wird ein zu hoher Anteil von PG aber als sehr kratzend im Hals beschrieben, daher empfiehlt es sich zum Einstieg eine Base zu wählen, die nicht mehr als 50 % PG enthält.

Das pflanzliche Glyzerin sorgt mit seiner zähflüssigen Konsistenz für eine größere Dampfentwicklung. Sie ist also ein wichtiger Bestandteil und darf in einer guten Base keinesfalls fehlen.

Grundsätzlich werden Basen in einem Behälter mit einem Fassungsvermögen von mehr als 10 ml nur noch mit einer Nikotinstärke von 0 mg/ml angeboten. Sogenannte Nikotinshots, die separat erhältlich sind, können der Base zugefügt werden, um seine bevorzugte Nikotinstärke im Liquid zu erzielen.

Das Aroma

Der Geschmacksstoff ist der zweite, wichtige Bestandteil des selbsthergestellten E-Liquids. Hier setzt man der Kreativität der Dampfer keine Grenzen. Geschmäcker sind verschieden und jeder Dampfer mischt nach eigenen Vorlieben. Für Einsteiger gilt, sich langsam an die richtige Mischung heranzutasten und auszuprobieren. Die Hersteller geben in der Regel Dosierungsempfehlungen an. Auch gewagte Geschmackskreationen sind beim Selbst-Mischen möglich. Aromen sind in der Regel lebensmittelecht und können bedenkenlos untereinander gemischt werden.

Die nötige Ausrüstung

Folgendes Zubehör kann das Mischen von E-Liquids erheblich erleichtern:

Flaschen:Idealerweise mischt man seine E-Liquids in Flaschen, da sich hier beim einfachen Schütteln alle Inhaltsstoffe miteinander verbinden. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Flaschen lebensmittelecht sind und über einen dichten Schraubverschluss verfügen. Messbecher können selbstverständlich auch zum Mischen verwendet werden, die Mehrheit der Dampfer bevorzugt aufgrund der einfacheren Handhabung aber die genannten Flaschen zur Herstellung ihrer E-Liquids.

Spritzen:Da beim Mischen nur kleine Mengen von Aromen benötigt werden, bietet sich hier zur genauen Dosierung eine normale Einwegspritze an. Mit einer stumpfen Kanüle wird das Umfüllen dabei nochmals erheblich erleichtert.

Berechnung der benötigten Mengen

Um das eigene Liquid zu aromatisieren kann, je nach Hersteller, eine Mischung von 3 – 15 % als Richtwert angesehen werden. Der abgemessenen Base wird also 3 – 15 % Aroma beigefügt.

Wenn man ein neues Aroma ausprobiert, empfiehlt es sich, erst einmal nur eine geringe Menge (z. B. 10 ml) anzumischen. Diese Menge entnimmt man der Base und füllt sie in eine leere Flasche. Bei einem Aroma mit einer Dosierempfehlung von beispielsweise 5 % würde man für die 10 ml Base nun 0,5 ml Aroma verwenden.

Der Rechenweg, um anhand der Prozentangabe die benötigte Aromamenge zu bestimmen, ist also folgender:

Liquidmenge (in ml) durch 100 teilen, das Ergebnis multipliziert man mit der gewünschten Dosierung in Prozent und erhält so die benötigte Aromamenge in Millilitern.

Diese Menge entnimmt man am besten mit Hilfe einer Spritze und fügt sie der Flasche mit dem Basenliquid hinzu.

Danach kann die Flasche verschlossen und gründlich geschüttelt werden. Fertig ist das eigene E-Liquid!